9. Juli 2007

Die Kunst der Werbung

Es gibt Werbung, und es gibt Werbung.
Im Großen und Ganzen sind diese kleinen, mehr oder weniger informativen, Filmchen bei den Meisten Menschen verhasst. Zur Zeit fragt mal wieder der Junge aus der McDonald's Werbung, "ob nicht mal wieder so'ne Aktion wär". Wann wird er endlich merken, dass schon wieder Los Wochos sind? Auch sehr beliebt ist die Werbung des Baumarkt-Riesen Praktiker: "Nur noch eine Woche lang 20% auf Alles, schnell zu Praktiker!" Zu beginn der nächsten Woche hört man dann, fast einem Running Gag gleich, "Nur jetzt, 20% auf alles, außer Tiernahrung!" Irgendwo fragt man sich dann, wo der Sinn liegt, in solcher Werbung, die mit jedem Ansehn schlimmer zu werden scheint.
Aber zum Glück gibt es noch Menschen, die Werbung als etwas sehen, wo man sich künstlerisch verwirklichen kann. Doch wäre es nicht schon ironisch genug die Worte "Kunst" und "Werbung" in einem Atemzug zu nennen, kommt eben genau diese Art der Reklame von einem Fernsehhersteller, nämlich Sony Bravia. Dieser beglückte uns mit scheinbar Millionen kleiner Gummibällchen, die kreuz und quer durch die Straßen hüpfen. Und wer dachte, dass diese alle computeranimiert sind, der irrt. Alle Bälle, oder zumindest nahezu Alle, einige werden doch dem weißen Kasten entsprungen sein, tanzten tatsächlich die Straßen einer amerikanischen Stadt herab.
Nach einiger Zeit drängte es die Creative Director der Firma, einen neuen Werbespot zu drehen. Diesmal ließ man hunderte von Farbbeuteln an einem Hochhaus in Glasgow esplodieren. Auch diesmal kam kein Farbspritzer aus dem Computer. Hinterher war das Hochhaus in den Regenbogenfarben "gestrichen".
Man kann also sehen, dass Werbung durchaus künstlerisches Potential besitzt, wenn man es nur ausnutzt.

Bravia I


Bravia II

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich find auch, das war die einzige Werbung die seit langem mal wieder mit kreativität aufgefallen ist :)