4. Oktober 2007

Soundcheck: Das Leben ist ein Comic

Lange haben wir auf die Rückkehr der kleinen, aber durchaus beeindruckenden, Engländerin mit asiatischen Wurzeln gewartet. Und jeder Tag davon hat sich wirklich gelohnt.
Mit einer gelungenen Mischung aus leichtem, aber keineswegs schwachem, Pop-Rock und ihrer außergewöhnlichen, rauchigen Stimme präsentiert uns KT Tunstall ihr zweites Studioalbum. Auffallend sind die Songs, weil diesmal mehr Wert auf schnellere Beats und rockigere Arrangements gelegt wurde; doch der Akustikanteil wurde, anders als man es erwarten könnte, nicht heruntergeschraubt, was der Sängerin hoch anzurechnen ist.
Der Einstieg in Tunstalls Welt sollte durch diese Scheibe einfacher sein, als mit dem Vorgänger, obwohl nahezu keiner der Songs als easy Listening zu bezeichnen wäre: Es handelt sich hier um durchdachtes, professionelles Songwriting mit raffinierten Melodien und einem Wortwitz bei den Texten, wie man ihn heutzutage nur selten findet.
KT hat während ihrer Karriere einiges dazu gelernt  das Album wirkt geradliniger als der Vorgänger "Eye to the Telescope". Bereits die erste Singleauskopplung "Hold On" ist ein kleiner musikalisches Stern und dominiert das Album, welches eine angenehme Abwechslung zwischen ruhigen und schnellen Songs anbietet.
Weitere Anspieltipps sind der Opener "Little Favours", "Funny Man" und "Saving my Face".
Nicht jeder Track geht sofort ins Ohr, doch gerade diese Tatsache macht das Album so spannend. Der einzige Makel des Albums ist, dass es mit knapp 39 Minuten leider sehr kurz bemessen ist, und das darf KT gerne als Kompliment verstehen.

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